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VERMERK: Abkürzungen zur angeführten Literatur s. Literatur

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Zweites Kapitel

„NATÜRLICHE”  METHODEN ...
Biologische Regelmäßigkeiten, oder viel mehr?

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A.   BEGLAUBIGUNG

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Warum hier ein Pater vortritt

Es mag ungewohnt vorkommen, dass ein Priester – ein Pater sich mit dem Thema der Empfängnisregelung und allen unvermeidlich damit zusammenhängenden Aspekten befasst. Er tut es offenbar von vornherein nicht im Sinn, als ob er einen Arzt oder eine Hebamme zu ersetzen vor hätte. Wie schon am Anfang des ersten Teiles erwähnt wurde (s. ob.:  Darstellung der ‘Seite’), es hat sich nur so geschichtlich ergeben, dass er diesen Bereich des Wissens und Lebens gerade als Geistlicher ziemlich genau studieren musste.

Jeder Priester begegnet in der Seelsorge fast ab sofort einerseits an Ehepaare, die angesichts der Gebote Gottes heldenmütig treu bleiben und ihre eheliche Liebe im Band gestalten, das mit ihnen bestrahlt ist. Anderseits wird er von Anfang an seines priesterlichen Dienstes Zeuge von Tiefen einer sittlichen Niederlage anderer Eheleute. Es geht u.a. um die hier erörterte, bisweilen sehr bedrängende Frage: Wie gilt es die Zeiten des intimen Einswerdens, also der Liebe, mit der in ihre Natur selbst eingeprägten Ausrichtung auf Lebensweitergabe in Einklang zu bringen?

Um gerade solchen seinen Brüdern und Schwestern, die in Ehe leben und des Öfteren gerade deswegen ein wehtuendes Gewissensbedrängnis erleben, mit – schöpferischer Hilfe dienen imstande zu sein, begann er in Zentren medizinischer Wissenschaft in weiter Welt nach Lösungen zu suchen, die menschlich und ethisch gesehen annehmbar wären. Einige Einzelheiten darüber werden sich noch aus dem weiteren Ablauf des vorliegenden zweiten Kapitels – des ersten Teiles der hiesigen WEB-Site ergeben.

So wurde dieser Geistliche auf nicht beabsichtigte Weise zum Vermittler der strikt wissenschaftlichen und klinischen Grundlage u.a. der hier dargestellten „Billings-Ovulations-Methode” für so manches Land in Europa.
– Über ihn liefen lange Jahre hindurch (bis heutzutage: 2009) verbindliche Antworten vom Prof. Dr. John J. Billings (Melbourne, Australien) selbst, dem Urheber der hier präsentierten „Methode” – auf Anfragen und Zweifel betreffs des korrekten Verständnisses und der unverfälschten Übermittlung dieser Methode. Der beständige Briefaustausch zwischen Europa und Melbourne wurde zu einzigartigem Ausgangspunkt für Unterredungen in diesem Gebiet, die die allein nur theoretischen Kenntnisse, die aus geschriebener wissenschaftlicher Dokumentation geschöpft werden konnten, wesentlich bereichert haben.
– Hinzu haben sich Kontakte zu lebendigen Ehepaaren gesellt, die bisweilen unwahrscheinlich offen und mit beinahe kindlicher Aufrichtigkeit ihre Aufschreibungen angeboten haben – zum Wohl und zur Belehrung vieler anderer.
– So konnten allmählich ein paar umfangreichere Schriften entstehen, in denen der hier schreibende Pater Eheprobleme und ihre würdige Lösung zu ergründen suchte.


Fachbewertung der Schriften des hier schreibenden Autors

Möge der Verehrte Leser erlauben, dass hier Worte angeführt werden, die Prof. John J. Billings (+2.IV.2007) zur Beglaubigung der Schriften und Vorlesungen des hier auftretenden Geistlichen geschrieben hat. Um so mehr, dass diese Worte im direkten Zusammenhang mit der Broschüre verfasst wurden, die bis zu unlängst (bis Februar 2009) den Inhalt des gerade beendeten ersten Kapitels des ersten Teiles unserer Internet-Seite dargestellt hat. Die Worte vom Herrn Prof. John Billings werden hier nur noch als geschichtliches Dokument angeführt:


WOOMB

World Organization Ovulation Method Billings
Welt-Organisation der Billings-Ovulations-Methode

„22. Februar 1995. – Pater Pawel Leks aus Stadniki, Polen, widmet sich seit vielen Jahren beharrlich dem Studium der Billings-Ovulations-Methode. Er hat mehrere Schriften verfasst, die die Methode auf authentische Weise darstellen – nicht nur polnisch, sondern auch deutsch und in anderen Sprachen. Seine Arbeitsamkeit und Sorgfalt, mit der er die Einzelheiten behandelt, verdient besonders hoch geschätzt zu werden. Daher empfehle ich zuversichtsvoll sowohl seine Schriften, wie auch ihn selbst allen, die nach kompetentem Begreifen der Methode und ihrer Anwendung suchen – sei es für den Fall einer beabsichtigten Empfängnis, oder auch der zeitlichen Verlegung der Empfängnis. Gerade dank derartigen Bemühungen konnte die Billings-Ovulations-Methode zum Eckstein der modernen wissenschaftlichen Natürlichen Familienplanung werden”.

John J. Billings AM, KCSG, MD (Melb.), FRACP, FRCP (Lond.)
20 Milfay Avenue, Melbourne, Victoria 3101, Australia

Logo der Welt-Organisation der Billings-Ovulations-Methode: WOOMB (4 kB)



Die erwähnte Broschüre ist 1999 als kleine Druckschrift erschienen (polnisch):

ks. Pawel Leks, SCJ, Diese Schöne – Diese Schwierige Liebe. Die ‘Billings’-Methode – Angebot für Eheleute [Milosc Piekna – Milosc Trudna. Metoda ‘Billingsa’ – Propozycja dla Malzonków], Wydawnictwo ‘SCJ’ – Kraków 1999 (Verlag SCJ. Format: A-6, 48 S.).

Wie im vergangenem Kapitel, in seinen „Einleitenden Bemerkungen” erwähnt, ließ die Weisheit bei Einübung in die Anwendung der ‘Billings-Methode’, mittlerweile einige wichtige Präzisierungen einführen, die in früheren Jahren noch nicht allzu entschieden hervorgehoben wurden (s. ob.: Detaillierter Anblick der Billings-Methode – samt weiterem Zusammenhang). Jetztzeit, nach dem Tod Herrn Prof. John Billings (+2.IV.2007), als die weitere Entwicklung der Methode samt ihren Präzisierungen in Hände seiner Gattin, Dr. Evelyn L.Billings (geb. 1918) übergegangen war, wurde das Verleihen des ‘LOGO’ der ‘Billings-Methode’ auf allein ihre eigene Veröffentlichungen vorbehalten, wie auch auf Veröffentlichungen der ‘WOOMB’ selbst, also der „Welt-Organisation der Ovulations-Methode Billings” (World Organization of the Ovulation Method Billings).

Der Verfasser der vorliegenden Internet-Seite hat intensive Bemühungen unternommen (in 2008), um die im vorangegangenen Kapitel dargestellte „Einführung in die Billings-Methode” mit den zurzeit verpflichtenden Präzisierungen der „WOOMB” (Melbourne, Australien) in Einklang zu bringen. Diese Bemühungen sind glücklich gekrönt worden – in Form einer vollwertigen Gutheißung des Textes der neuerlichen Auflage der genannten Broschüre (sie wird wahrscheinlich gedruckt werden. Der Text selbst der Broschüre kann von unserer Homepage niedergeladen werden, im PDF-Format, s.: PORTAL-Seite – ‘Tabelle’ unten, Nr. 9b).
– Das vorangegangene Kapitel des vorliegenden Teiles (s. ob., I.Teil, 1.Kap.) enthält diesen Text, der aber hier mehr ausführlich dargestellt wird, allerdings mit beibehaltenen Marginal-Nummern (Paragraphen), wie sie in der Druck-Ausgabe angenommen werden.

Es geht doch um ungemein Wichtiges: die Verantwortung betreffs der korrekten Information, so dass die P.T. Leser in Irrtum angesichts der fortwährend anhaltenden unwahrscheinlichen Überflutung von Desinformation gerade mit Bezug auf die ‘Billings-Methode’ verführt werden. Der Autor des vorliegenden Textes konnte sich von der Mühe nicht drücken, die Einführung in die ‘OMB’ ganz von neuem zu verfassen, so dass sie an die zurzeit angenommenen Weisungen der ‘OMB’ angepasst wäre. So lautete übrigens die von ihm angenommene Verpflichtung dem Prof. John Billings gegenüber, Januar 1974: dass er nämlich die Korrektheit der Übermittlung der Information hinsichtlich der „... OMB für Polen und die Nachbarländer” überwache (Schreiben des Professors vom Januar 1974).
– Aus diesem Grund legen wir hier noch einmal Worte der Gutheißung bezüglich der hier dargestellten „Einführung in die Billings-Methode” vonseiten des dafür zuständigen Organs der „Welt-Organisation der Ovulations-Methode-Billings” (s. auch schon ob.: Gutheißung der vorliegenden Bearbeitung vonseiten der ’WOOMB’):


WOOMB

World Organization Ovulation Method Billings
Welt-Organisation der Ovulations-Methode-Billings

Melbourne, den 4. März 2009

Das Lehr-Komitee der WOOMB (Welt-Organisation der Ovulations-Methode-Billings™) hat die vorliegende Broschüre gründlich überprüft und äußert die Überzeugung, dass die Regeln und die Methodologie der Ovulations-Methode-Billings™ in ihr korrekt dargestellt werden, indem sie so die authentische Belehrung der beiden Ärzte: John und Evelyn Billings, widerspiegelt.

Unterzeichnet:
Kerry Bourke – Joan Clements – Marian Corkill – Marie Marshell
Direktoren


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Möchte hier noch einmal auf die erste Phase der damals erst entstehenden vorliegenden Internet-Seite zurückgekehrt werden, dürfte man hinzufügen, dass zu dem Text des vorangegangenen Kapitels (I. Teil, 1. Kap. es geht hier um die damalige, ca.2000-2001, Gestalt dieses Kapitels) sehr bald das zweite Kapitel dazugeschrieben wurde: dieses Kapitel, das hier gerade beginnt. Immer deutlicher begann sich auch schon damals der Plan zu kristallisieren, den Anfangs-Inhalt um weitere Kapitel und Teile zu bereichern (s. dazu die ‘Darstellung der ’ vorliegenden Seite, ob.: Beschaffenheit der ‘Seite’ – samt dem nächsten Zusammenhang).

Die oben erwähnte, erste Broschüre: „Die Schöne – Diese Schwierige Liebe ...” (vergriffene Auflage), ähnlich wie diese ihre Jetztzeit, aktuelle, ganz von neuem geschriebene Ausgabe unter dem Titel: „Einführung in die Billings-Methode” (der ethisch-theologische Inhalt ist unversehrt geblieben) freut sich des ‘Imprimatur’ vonseiten der zuständigen Kirchlichen Autorität (Metropolitan-Kurie Kraków), wie auch der Genehmigung vonseiten des Provinzial-Oberen der Herz-Jesu-Priester, deren Mitglied der Verfasser ist. Hier die betreffenden Würdigungsworte (für die polnische Fassung):



IMPRIMI POTEST
ks. Czeslaw Konior SCJ
Provinzialobere
Kraków, den 27.03.1994, L.Dz. 59/94.

IMPRIMATUR
Kuria Metropolitalna
Kraków, 24.07.1997, L. 411/97
Bp Kazimierz Nycz
ks. Jan Dyduch



Hier einiges sowohl von der theologischen, wie medizinischen Wertung der damaligen Kleinschrift:

Von der theologischen Rezension:

„Die Broschüre von P. Pawel Leks schätze ich sehr hoch ein. Vor allem wegen ihrer seelsorglichen Nützlichkeit. Möchte man der Unordnung im sexuellen Bereich in den Ehen vorbeugen (Anwendung aller Verhütung, Abortivmittel, unterbrochener Verkehr, Schwangerschaftsabbruch), müssen intensiv möglich weiteste Kreise von Ehepaaren mit der Methode der natürlichen Empfängnisregelung vertraut gemacht werden. Gerade mit Hilfe solcher Broschüren, wie die vorliegende von P. Pawel Leks ...
Was die theologisch-moralische Korrektheit angeht, weckt sowohl die ‘Einführung’, wie die ‘Ethische Wertung – Sakrament’ keinen Vorbehalt. Sie sind im Geist der kirchlichen Dokumente der Nachkonzilszeit verfasst”.

Ks. Prof. theol. moral., Dr. Habil. Jan Kowalski
Kraków, den 10.Mai 1993

Von der medizinischen Rezension

„... Der Text dieser Broschüre ist kompakt, kurzgefasst, aber klar und genau. Die wesentlichen Fragen sind gebührend hervorgehoben und akzentuiert. Die Methode wurde getreu dargestellt und würde ganz gewiss vom Prof. Dr. Billings gebilligt werden ...
Medizinisch gesehen ist der Text der Broschüre korrekt, gut lesbar und fehlerfrei”.

Prof. Hab. Dr. med. gynaec. Wlodzimierz Fijalkowski
Lódz, den 4. und 17. März 1993

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Quellendokumente und Grundliteratur – Abkürzungen

Anmerkung. Manche einzelne Äußerungen des Heiligen Stuhles und Literaturverweise werden nur bei der gerade erörterten Thematik angeführt. Hier werden grundsätzlich nur die prinzipiellen Dokumente des Heiligen Stuhles und die grundlegende andere Bibliographie angeführt.
S. ebenfalls die zurzeit verpflichtende Literatur in Bezug auf die ‘BOM’: (s. ob.: Die zurzeit verpflichtende aktualisierte Literatur)


Deutsche Übersetzungen der Heiligen Schrift

NB. Bei Anführungen der Heiligen Schrift in Deutscher Übersetzung benutzt der ... polnische Verfasser dieser Homepage die folgenden deutschen Bibel-Übersetzungen:

1) EB = EINHEITS-ÜBERSETZUNG. Verlag Katholisches Bibelwerk, Deutsche Bibelgesellschaft, 1988.
2) Da aber diese Übersetzung vielerorts wegen der schönen Deutschen Ausdrucksweise gar nicht immer den Originaltext treu wiedergibt, wogegen bei der unterhalb angeführten theologischen und biblischen Dokumentation nach dem echten Originaltext selbst gesucht wird, benutzt der Verfasser auch andere Übersetzungen der Heiligen Schrift, und zwar:
JB = JERUSALEMER BIBEL Die Bibel, Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Bundes, St. Benno-Verlag, Leipzig 1969.
3) Allerdings da auch diese Übersetzung manchmal schwer angenommen werden kann, greift der Verfasser, besonders im VI.Teil, ganz oft auf die Elberfelder Studienbibel:
ESt = ELBERFELDER STUDIENBIBEL mit Sprachschlüssel,
– Das Alte Testament, revidierte Fassung: R. Brockhaus Verlag Wuppertal 2001;
– Das Neue Testament, revidierte Fassung, ebd., 2003.
4) Selten benutzt der Verfasser die ‘zu schöne’, und daher des Öfteren stark vom Originaltext abweichende Übersetzung:
VBl = Volksbibel 2002, Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes, Computerbearbeitung: Christoph Wollek.
5) BB = BENDIKT-BIBEL. Zum 80.Geburtstag des ‘Deutschen Papstes’ ist die – unter den genannten Ausgaben, wohl eine gute Übersetzung der Bibel eschienen: „Die BENEDIKT BIBEL – zum Festtag des Heiligen Benedikt, gewidmet Papst Benedikt XVI. im Jahr seines 80. Geburtstages”, unter dem Titel: „Die Bibel. Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Bundes. Vollständige deutsche Ausgabe”, Herder, Freiburg-Basel-Wien, Freiburg im Breisgau 2007. Dennoch auch ihr kann nicht überall volles Vertrauen geschenkt werden: an vielen Orten ist sie literarisch zu schön – mit Schaden der getreuen Übersetzung.
6) Gar nicht selten findet sich der Verfasser dieser WEB-Site genötigt, wegen Mangel an wirklich genauer Übersetzung ob des Alten, oder des Neuen Testamentes, auf eigene Übersetzung zu greifen: sowohl vom hebräischen Bibeltext, wie vom griechischen Originaltext. Daher können hie und da beim Text entsprechende philologische Begründungen bemerkt werden (NB. Ausbildung des Verfassers nach der Priesterweihe: Studien der Heiligen Schrift an der Katholischen Universität zu Lublin, Polen: Dr. in Theologie, Abteilung: Heilige Schrift des AT).



AdTuF Johannes Paul II., Motu Proprio Ad Tuendam Fidem (18.V.1998; Supplementum zum CIC: Formel der Professio Fidei – des Glaubensbekenntnisses beim Antritt aller kirchlichen Ämter; veröffentlicht von der Kongregation für die Glaubenslehre am 9.I.1999 )
ApAct Zweites Vatikanisches Konzil, Apostolicam Actuositatem – Das Dekret über das Laienapostolat (18.XI.1965)
APR Johannes Paul II., Bulle Aperite Portas Redemptori (6.I.1983); deutsch: Verl-As 44
APR-K Johannes Paul II., Bulle Aperite Portas Redemptori + Ansprache an die Kardinäle (23.XII.1982), deutsch: Verl-As 44
Atlas Evelyn L. Billings – John J. Billings – Rev. Maurice Catarinich, Billings Atlas of the Ovulation Method, Melbourne, 5. Aufl., 1989
BF Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Brief an die Familien (2.II.1994)
BOM Billings Ovulations-Methode
CA Johannes Paul II., Enzyklika Centesimus Annus (1.V.1991)
ChL Johannes Paul II., Apostolische Adhortation Christifideles Laici (20.XII.1988)
CIC Codex Iuris Canonici, Codex des Kanonischen Rechtes, Lateinisch-Deutsche Ausgabe, Kevelaer, Butzon und Bercker, 1983
DCE Benedikt XVI., Enzyklika Deus Caritas Est (25.XII.2005)
DD Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Dies Domini vom Begehen des Sonntags (31.V.1998)
DeV Johannes Paul II., Enzyklika Dominum et Vivificantem (18.V.1986)
DigHum II. Vatikanisches Konzil, Die Erklärung über die Religionsfreiheit (7.XII.1965)
DiM Johannes Paul II., Enzyklika Dives in Misericordia (23.XI.1980)
DoCoe Johannes Paul II., Schreiben an alle Bischöfe der Kirche über das Geheimnis und die Verehrung der heiligsten Eucharistie Dominicae Coenae (24.II.1980)
DoV Kongregation für die Glaubenslehre, Instruktion der Kongregation für die Glaubenslehre über die Achtung vor dem beginnenden menschlichen Leben und die Würde der Fortpflanzung (22.II.1987)
DV II. Vatikanisches Konzil, Die Dogmatische Konstitution über die Göttliche Offenbarung ‘Dei Verbum’ (18.XI.1965)
DziwSwiad Dziwisz kard. Stanislaw, Swiadectwo – w rozmowie z Gian Franco Svidercoschim, wydawca: Przemyslaw Häuser, przeklad autoryzowany z oryg. wlosk. pt.: „Una vita con Karol’, Magdalena Wolinska-Riedi; Drukarnia Perfekt, Warszawa 2007
EdE Johannes Paul II., Enzyklika Ecclesia de Eucharistia (17.IV.2003)
EiE Johannes Paul II., Apostolische Adhortation Ecclesia in Europa (28.VI.2003)
EL Johannes Paul II., Die Erlösung des Leibes und die Sakramentalität der Ehe, Mittwochs-Katechesen 1981-1984 (herausgegeben von Norbert und Renate Martin, Communio Personarum Bd.2, Patris-Verlag, Vallendar-Schönstatt), 1985
Ehm-AK Rudolf Ehmann, Die abortive Kontrazeption, in: EmpfV (2000) 64-108
Ehm-V Rudolf Ehmann, Verhütungsmittel – verhängnisvolle Nebenwirkungen, über die man nicht spricht. Eine kritische Bilanz aus der Sicht eines Gynäkologen, in: EmpfV (2000) 109-271
EmpfV Empfängnisverhütung. Fakten, Hintergründe, Zusammenhänge (Red.: Roland Süßmuth, „Pro Conscientia e.V.: Zum Schutze menschlichen Lebens und für das ungeborene Kind", Hänssler Verlag, D-71087 Holzgerlingen – 2000 (Dieses Großwerk ist Fundgrube wissenschaftlich bestbegründeter, vielseitig bearbeiteter, zeitweiliger Themen aus diesem Bereich – nach dem Stand der Wissenschaft vom Jahr 2000; 1266 Seiten)
EnchInd Poenitentiaria Apostolica, Enchiridion Indulgentiarum (Rom, 29.VI.1968)
Deutsche Version: „Handbuch der Ablässe. Normen und Gewährungen. – Die deutsche Übersetzung wurde von der Apostolischen Pönitentiarie approbiert, Deutsche Bischofskonferenz, Bonn 1989
EV Johannes Paul II., Enzyklika Evangelium Vitae (25.III.1995)
FC Johannes Paul II., Adhortation Familiaris Consortio (22.XI.1981)
FidR Johannes Paul II., Enzyklika Fides et Ratio (14.IX.1998)
GI Johannes Paul II., Gedächtnis und Identität. Gespräche am Umbruch der Jahrtausende, Verlag .... 2005
GS II. Vatikanisches Konzil, Die Pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von Heute ‘Gaudium et Spes’ (7.XII.1965)
Hom Kongregation für die Glaubenslehre, Über die Seelsorge für homosexuelle Personen (1.X.1986)
HV Paulus VI., Enzyklika Humanae Vitae (25.VII.1968)
IncM Johannes Paul II., Bulla Incarnationis Mysterium (29.XI.1998)
JB Die Bibel – Deutsche Ausgabe mit den Erläuterungen der JERUSALEMER BIBEL, Leipzig, St. Benno-Verlag 1969
JB-OM John J. Billings, The Ovulation Method, Melbourne, 7. Aufl., 1983
KKK Katechismus der Katholischen Kirche, Oldenburg Benno Paulusverlag Veritas 1993
KKKK Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche, ..... 2005
Kom Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben an die Bischöfe der Katholischen Kirche über den Kommunionempfang von wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen (14.IX.1994)
KP Sheila Kitzinger, Karmienie piersia [Bruststillen; poln.], Warszawa 1988
LG II. Vatikanisches Konzil, Die Dogmatische Konstitution über die Kirche ‘Lumen Gentium’ (21.XI.1964)
LuV Karol Wojtyla, Liebe und Verantwortung. Eine Ethische Studie, Kösel-Verlag München 1979
MB Evelyn Billings-Ann Westmore, Methoda Billingsa, [Die Billings-Methode; poln.], Warszawa 1986
MaD Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben, Mane nobiscum Domine, [Bleibe bei uns, Herr: zum Jahr der Eucharistie], (7.X.2004)
MiD Johannes Paul II., Motu Proprio Misericordia Dei – Über einige Aspekte der Feier des Sakramentes der Buße (7.IV.2002)
MiN-KUL Johannes Paul II, Mezczyzna i Niewiasta stworzyl ich (Red. ks. Tadeusz Styczen) [Er schuf sie als Mann und Frau; poln.], Lublin KUL 1981
MiP Ewa Nitecka-Dorota Staszewska-Ewa Pietkiewicz-Rok, Milosc od Poczecia [Liebe von Empfängnis an; poln.], Warszawa Wyd. Pusty Oblok, 1987
ML Johannes Paul II., Die Menschliche Liebe im Göttlichen Heilsplan, Mittwochs-Katechesen 1979-1981 (herausgegeben von Norbert und Renate Martin, Communio Personarum Bd.1, Patris-Verlag, Vallendar-Schönstatt), 1985
MS Mysterium Salutis, Einsiedeln-Zürich-Köln
MuD Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Mulieris Dignitatem (15.VIII.1988)
NFP Bulletin of the Natural Family Planning, Council of Victoria, Melbourne [Quartalschrift; jetzt als Bestandteil der Homepage der WOOMB:   http://www.woomb.org  ]
NMI Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben „Novo Millenio Ineunte” Seiner Heiligkeit Papst Johannes Paul II., an die Bischöfe, den Klerus, die Ordensleute und an die Gläubigen zum Abschluss des Großen Jubiläums des Jahres 2000 (6.I.2001)
NoAet II. Vatikanisches Konziol, Die Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den Nichtchristlichen Religionen ‘Nostra Aetate’ (15.VIII.1988)
OR-D L´Osservatore Romano – Deutsche Ausgabe
P-1979 Johannes Paul II., Schreiben an alle Bischöfe und Priester der Kirche zum Gründonnerstag 1979
P-2002 Johannes Paul II., Schreiben an die Priester zum Gründonnerstag 2002 (17.III.2002)
PaDV Johannes Paul II., Apostolische Adhortation Pastores dabo vobis über die Priesterbildung im Kontext der Gegenwart (25.III.1992)
PaGr Johannes Paul II., Apostolische Adhortation Pastores Gregis (28.VI.2003)
PH Kongregation für die Glaubenslehre, Erklärung zu einigen Fragen der Sexualethik (29.XII.1975)
PO II. Vatikanisches Konzil, Das Dekret über Dienst und Leben der Priester „Presbyterorum ordinis” (7.XII.1965)
PS-1985 Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben ‘Parati Semper’ An die Jugendlichen in der Welt zum Internationalen Jahr der Jugend 1985 (31.III.1985)
QAb Kongregation für die Glaubenslehre, Erklärung zur vorsätzlichen Abtreibung ‘Quaestio de abortu procurato’ (18.XI.1974)
RCu Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Redemptoris Custos – über Gestalt und Sendung des heiligen Josef im Leben Christi und der Kirche (15.III.1989)
RCz Wlodzimierz Fijalkowski, Rodzi sie Czlowiek [Es wird ein Mensch geboren], Warszawa 1987
RDo Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Redemptionis Donum – an die Ordensleute über das gottgeweihte Leben im Licht des Geheimnisses der Erlösung (25.III.1984)
RedS Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, INSTRUKTION Redemptionis Sacramentum – über einige Dinge bezüglich der heiligsten Eucharistie, die einzuhalten und zu vermeiden sind (25.III.2004)
RH Johannes Paul II., Enzyklika Redemptor Hominis (4.III.1979)
RMa Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris Mater (25.III.1987)
RMi Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris Missio (7.XII.1990)
RP Johannes Paul II., Apostolische Adhortation Reconciliatio et Paenitentia (2.XII.1984)
RVM Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Rosarium Virginis Mariae – an die Bischöfe, den Klerus, die Ordensleute und die Gläubigen über den Rosenkranz (16.X.2002)
SacrC Benedikt XVI. Nachsynodales Apostolisches Schreiben Sacramentum Caritatis, Über die Eucharistie, Quelle und Höhepunkt von Leben und Sendung der Kirche (22.II.2007)
SAPA Specjalistyczne Aspekty Problemu Antykoncepcji [Spezialistische Aspekte der Frage nach Verhütung], Kraków 1980
SC II. Vatikanisches Konzil, Die Konstitution über die heilige Liturgie „Sacrosanctum Concilium” (4.XII.1963)
SD Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Salvifici Doloris (1.II.1984)
SRS Johannes Paul II., Enzyklika Sollicitudo Rei Socialis, (30.XII.1987)
SS Benedikt XVI., Enzyklika Spe Salvi über die Christliche Hoffnung (30.XI.2007)
ST-RU486 Ingolf Schmid-Tannwald, Zur Abreibung mittels Mifegyne / RU 486 – Eine kritische Zwischenbilanz, in: Schriftenreihe der Juristen-Vereinigung Lebensrecht e.V. zu Kõln, Nr. 16 [Ius Iuvat Iuventutem], Kõln 1999, 55-93
T-BOM1 Dr. Evelyn L. Billings, Teaching the Billings Ovulation Method – Part 1: Ovulation Method Research and Reference Centre of Australia, Melbourne, 2. Aufl. 1995
T-BOM2 Dr. Evelyn L. Billings – Dr. John J. Billings, Teaching the Billings Ovulation Method – Part 2: Variations of the Cycle and Reproductive Health, Ovulation Method Research and Reference Centre of Australia, Melbourne, 1997
TgF Hl. Sr. Faustyna, Tagebuch der Schwester Maria Faustyna Kowalska, Paris-Verlag CH-1648 Hauteville/Schweiz 1990
Vad-B Päpstlicher Rat für die Familie, Vademecum für Beichtväter in einigen Fragen der Ehemoral (12.II.1997)
VSp Johannes Paul II., Enzyklika Veritatis Splendor (6.VIII.1993)
WOOMB World Organization of the Ovulation Method Billings [Welt-Organisation der Billings-Ovulations-Methode]
WprHV Red. Kard. Karol Wojtyla Wprowadzenie do Encykliki ‘Humanae Vitae’ [Einführung zur Enzyklika ‘Humanae Vitae’], in: Notificationes e Curia Metropolitana Cracoviensi (1969/1-4) S. 1-70 + Text der Enzyklika: S. 71-105



Wichtige Bemerkung 1. Zu deutschen Übersetzungen der Lehramtlichen Texte [es geht vor allem um Apostolische Dokumente Johannes Paul II. (1978-2005)]

Der hier schreibende Pater (aus Polen; Schlesier) möchte sich sehr entschuldigen, dass er die offiziellen Übersetzungen der päpstlichen und vatikanischen Dokumente in die deutsche Sprache [Reihe: Verlautbarungen des Heiligen Stuhles, Deutsche Bischofskonferenz] – in wohl 90% (wenn nicht wesentlich mehr), aufgrund vor allem des polnischen Originaltextes [Originaltext selbst des Heiligen Vaters], zumal in weiteren Teilen dieser WEB-Site, letztlich meistens ganz von neuem übersetzen musste. Die deutschen Übersetzungen (ähnliches gilt parallel wohl von Übersetzungen in andere Sprachen) müssten – möge es niemanden beleidigen – ganz oft als unannehmbar bezeichnet werden: mit sehr oft vorkommenden Abkürzungen, Unterlassungen, ab und zu ist es ersichtlich, dass der Originaltext vom Übersetzenden gar nicht gut verstanden worden ist. Es kommen nicht selten Stellen vor, wo die ‘Theologie-Philosophie’ des Originaltextes dem Übersetzenden sehr nicht ‘gepasst’ hat, so dass die Übersetzung dem Originaltext eigentlich offen widerspricht.
– Dabei geht es aber um ausschlaggebende Texte wegen ihres dogmatischen, ethischen und lehramtlichen Ausklanges. Mögen die Verantwortlichen der Katholischen Kirche in Deutschland deswegen nicht ‘böse’ sein. Gar nicht selten kommt einem, der die Päpstlichen Originaltexte (in polnischer Sprache) gut kennt, wie auch vor allem mit der Denkweise des Heiligen Vaters gut bewandert ist, die Wahrnehmung ins Herz, dass die ins Deutsche übersetzten Texte Johannes Paul II. deswegen in Deutschland wohl nur ganz wenig bekannt sind, weil sie NICHT eine eigentliche, genaue Übersetzung darstellen, sondern des Öfteren nur Paraphrase des Originaltextes bilden, die keinesfalls immer den ursprünglichen Gedanken wiedergibt. Wie oft sind es leider nur Erzählungen über den Originaltext! ...
– Indessen – Übersetzung soll wahrhaft Übersetzung sein, nicht aber ‘Kommentar’, noch Erzählung über den Originaltext, eventuell eine eigenartige Paraphrase bilden. Es sind lehramtliche, dogmatische Texte auf dem Spiel.
– Der Verfasser dieser WEB-Site, ein polnischer Pater, will sich damit auf keinen Fall gegen die Deutsche Bischofskonferenz wenden. Aber: die Kirche selbst (= das Magisterium) ermutigt immer wieder, dass selbst übersetzte Texte der Heiligen nach den (hebräischen-griechischen) Originaltexten verstanden werden sollen, obwohl es immer im Licht der Apostolischen Überlieferung und Glaubenslehre geschehen muss. So ist leider das Geschick überhaupt aller Übersetzungen – gemäß des italienischen Spruches: „Traduttore – traditore” (der Übersetzer – ist zugleich Verräter des Textes...).
– Jedenfalls der Verfasser dieser WEB-Site hat es mehr lieb, seine nicht so schön deutsch lautende eigene Übersetzung anzubieten, die aber den Originaltext bestimmt getreu wiedergibt, als bei ‘gutem Deutsch’ den Originaltext des Öfteren verraten oder ‘abgerundet’ zu haben. Er selbst ‘sitzt’ sein ganzes Leben lang bei Übersetzungen (Ausbildung und Beruf: Biblistik; dozierte die Heilige Schrift im Missions-Seminar der SCJ, 44 Jahre hindurch). Und weiß guten Bescheid, wie die Meinung der Kirche ist, was die Originaltexte angeht.

Wichtige Bemerkung 2. Zu deutschen Übersetzungen der Heiligen Schrift

Einigermaßen Ähnliches gilt für die Übersetzung der Heiligen Schrift in Form der zz. allgemein angenommenen EINHEITS-Bibel. Sie ist leider an so manchen glaubens-wichtigen Stellen des Öfteren „Kompromiss”, NICHT aber eigentliche Übersetzung. Es kommt immer wieder vor, dass der Text der EINHEITS-BIBEL eher als KOMMENTAR angesehen werden müsste, NICHT aber als wahrhafte Übersetzung. Es gibt auch Stellen, deren Übersetzung schlechterdings unerträglich ist und den Glauben beinahe beanstandet.

Als Beispiel dürfte der folgende Bibel-Text angeführt werden:
Mt 28,20. Die Übersetzung: „Siehe, Ich bin BEI euch alle Tage, bis zum Ende der Welt" – ist unannehmbar: aus philologischen und meritorischen Gründen. Jesus gibt hier die Gewissheit, das Er „MIT” uns bleibt, und nicht „bei” uns. Schlimmer konnte das griechische ‘meth-’ nicht entschwächt und entstellt werden ...
– Im vorangehenden Vers (Mt 28,19) gilt Ähnliches für die äußerst riskante Übersetzung: „Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen ...” Es geht hier um Worte, die in der Vulgata lauten: „... docete omnes gentes baptizantes eos ...”. Die Übersetzung: ‘macht alle ... zu meinen Jüngern’ kann Grundboden zur Entartung der Verbreitung des Glaubens mit Schwert und Feuer umschalten (wie es im Mittelalter so manche ‘Kreuz’-Orden praktiziert haben ...). Dagegen Jesus bleibt immer vor dem freien Willen des Menschen stehen und klopft an sein Herz-Gewissen an (Offb 3,20). Jesus ‘bekehrt’ bestimmt niemanden mit Kraftanwendung, noch mit Auslösung von Schrecken.


Daher bittet der Verfasser dieser WEB-Site auch hier um Entschuldigung, dass er hier und da letztlich auf andere Übersetzungen zurückgegriffen hat, oder zuletzt eine eigene, wesentlich genauere Übersetzung des Originaltextes der Vatikan-Dokumente anbietet.
Bei Rückfragen – hier noch einmal die Anschrift des Verfassers:
P. Pawel Leks, SCJ, Kraków, Polen, Email: lp33@de11.de



Zur Bereicherung der Dokumentation, besonders im Anschluss an die Anfangs-Thematik über die Billings-Methode, möge aufmerksam gemacht werden, dass auch eine sehr ausgearbeitete, oben erwähnte Internet-Seite der WOOMB besteht (World Organization Billings-Ovulation-Method = „Welt-Organisation der Billings-Ovulations-Methode”. Die Organisation wacht auf Anordnung und im Namen von Prof. John Billings (er ist 2.IV.2007 gestorben) und seiner Frau Dr Evelyn L.Billings (sie ist zurzeit die höchste Instanz in Frage der Authentizität der ‘Methode’) über ihre authentische Auslegung und die ihre drohenden Entstellungen in Weltskala. Auf dem Spiel ist die für die Methode selbst prinzipielle Frage ihrer Echtheit, und um so mehr Frage für diejenigen, die eine korrekte, nicht entstellte, noch manipulierte Information erwarten (auf diese Frage kommen wir in weiterer Folge zurück, vor allem gegen das Ende dieses Kapitels, und dann im 3. Kapitel dieses ersten Teiles). Hier die erwähnte WEB-Site der ‘WOOMB’:

Portal-Seite der:
Welt-Organisation der Billings-Ovulations-Methode
( = WOOMB )

Auf dieser Seite kann u.a. – eine wertvolle, anschauliche, leicht verständliche graphische Darstellung zum Verständnis und zur Belehrung der BOM – gefunden werden. Diese WEB-Site enthält selbstverständlich alle wichtigeren Vermeldungen vonseiten der ‘WOOMB’, wie auch die laufend aktualisierte weitere wissenschaftliche Dokumentation der Methode.

Zurzeit (April 2009) bietet diese Seite die echte Auslegung der BOM in 17 Hauptsprachen zur Wahl: englisch – spanisch – französisch – chinesisch – polnisch – japanisch – kroatisch – arabisch (Saudäa) – vietnamesich – russisch – serbisch – holländisch – südkoreanisch – portugesisch – rumänisch – indonesisch – Hong-Kong. Die polnische Version ist Übersetzung des hier schreibenden Autors.

Auf der PORTAL-Seite der WOOMB können leicht Anschriften der Zentren in verschiedenen Ländern und Kontinenten gefunden werden, wo eine verbindliche Information über die BOM geboten wird. Hier der Direkt-Zugriff mit Anschriften der BOM-Zentren in der Welt:

Portal-Seite:
Billings Ovulation Method, Teaching Centres Around the World

Hier können (‘Links’) gefunden werden mit Anschriften und notwendigen Daten (Telefon, Fax, Email, WWW-Seiten) an filiale Zentren der WOOMB in aller Welt, mit Lehrschriften und Stoffen in verschiedenen Sprachen zur Auswahl.

Hier, in Burwood Hwy., Provinz: Victoria, Australien, werden wissenschaftliche Auseinandersetzungen und die Dokumentation der BOM veröffentlicht – sowohl vom Hauptzentrum der BOM in Melbourne selbst, wie von Zentren in aller Welt, die mit diesem Haupt-Reference- und Studium-Zentrum der BOM in enger Zusammenarbeit bleiben.

Falls der Direkt-Kontakt mit dem Hauptzentrum der Billings-Ovulations-Methode in Australien erwünscht sein sollte, siehe hier die Kontakt-Anschrift zur Verfügung:

4B/303 Burwood Hwy
East Burwood, Victoria
3151, Australia

Telefon:
National (03) 9802 2022
International 61 3 9802 2022
Free call (Australia only) 1 800 335 860
Fax:
National: (03) 9887 8572
International: 61 3 9887 8572

Bei gewöhnlicher Korrespondenz soll die Internet-Seite der WOOMB benutzt werden:

ContactMail.html

Rose 4.10 kB

B.   DIE „NATÜRLICHEN”  METHODEN ...

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Für den geduldigen und nach tieferer Information suchenden Leser beginnt die Bearbeitung einiger Grundaspekte, die mit der hier erörterten Thematik verbunden sind.
Die Tatsache allein, dass der besprochene Inhalt unter theologischem Blickpunkt behandelt wird, braucht kein allzu ernstes Hindernis für die Lektüre bilden. Sollte selbst der Werte Leser meinen, er wäre überhaupt kein „Gläubiger". Es geht um Anliegen, die schlechterdings das wahrhaft Menschliche: das Humanistische bilden. Letztlich ergibt es sich, dass nur das wahrhaft „menschlich” ist, was – und und inwieweit es nach dem Vorhaben dieses Gottes gestaltet wird, der Liebe – ist.
Der hier Schreibende möchte hier noch einmal das hervorheben, was schon im „Wort zur Einführung” zum ersten Teil gesagt wurde. Möge nämlich der Verehrte Leser nicht so sehr darauf achten, WER der hier Schreibende ist, sondern WIE von dem angebotenen Inhalt, aufgrund des hier dargestellten Inhaltes, ein Nutzen gezogen werden kann – zum Wohl so mancher Bedürftigen (s. dazu ob.: Bitte an den Verehrten Leser ).


METHODE – METHODEN

Die (katholische) Kirche erwähnt im Anschluss an die von ihr inständig empfohlene Anwendung des biologischen Fruchtbarkeits-Rhythmus, falls der in Gottes Antlitz begründete Bedarfs besteht, dass die Empfängnisse geregelt werden sollen – von natürlichen „Methoden”: in Mehrzahl. Das Lehramt der Kirche setzt hier eine präzise Ausdrucksweise ein, bewusst um die ihm aufgetragene Sendung: die Wahrheit der Offenbarung zu hüten, die zugleich die Grenzen ihrer Zuständigkeit abzeichnet. Sieht man nämlich von elterlich-widrigen Betätigungen in ihren verschiedenen Formen ab (alle Kontrazeptionsmittel, und um so mehr Abortivmittel insgesamt), die allgemein als „Methoden künstlicher Schwangerschaftsverhütung” bezeichnet werden, gibt es ein paar sich untereinander unterscheidende „natürliche – Methoden” der Regelung – nicht der Fruchtbarkeit an sich im Sinn: der Bezwingung der Befähigung selbst Leben weitergeben zu können, sondern der Empfängnis-Regelung (darüber wurde schon kurz gesprochen, s. ob.: Auswahl unter Natürlichen Methoden).

Paul VI. (1968) drückt sich allgemein aus, dass falls Bedarfs, die Empfängnisse im Ablauf der Ehe zeitgemäß einzuteilen, „... ist es nach kirchlicher Lehre den Gatten erlaubt, dem natürlichen Zyklus der Zeugungsfunktionen zu folgen” (HV 16). Der Heilige Vater weist nur allgemein auf den biologischen Fruchtbarkeitsrhythmus hin. Er spricht dagegen von keiner „Methode”, die das Wissen um den Fruchtbarkeitsrhythmus in Regeln zu unmittelbarem Gebrauch der Gatten umschmieden würde.

Dagegen deutlich an natürliche „Methoden” – im Plural, knüpft Johannes Paul II an. Er hebt wohl allgemein die Pflicht hervor der „Kenntnis der Körperlichkeit und ihrer Fruchtbarkeits-Rhythmen” (FC 33; 1981), wie auch die Verpflichtung, dass „alles getan werde, dass allgemein allen Eheleuten, und noch früher Jungen Leuten ... dieses Wissen zugänglich gemacht werde” (FC 33). Allerdings dieses Wissen wird erst über eine konkrete unter den natürlichen Methoden brauchbar.

An eine Mehrzahl von natürlichen Methoden knüpft Johannes Paul II. u.a. im Abschnitt an, in dem er sich in dringenden Worten an verschiedene Verantwortliche wendet, die den Eheleuten zu Hilfe stehen können und sollen:

„Während sich die Kirche an Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschungen freut, die den Rhythmus der Fruchtbarkeit der Frau genauer zu bestimmen lässt, und einen intensiveren und weiteren Bereich solcher Studien fördert, kann sie nicht umhin, mit gestiegener Energie, das Empfinden der Verantwortung derer zu wecken, die – wie Ärzte, Experten, Eheberater, Erzieher und Ehepaare selbst, den Eheleuten wirksam helfen können, ihre Liebe so zu erleben, dass die Struktur und das Ziel des ehelichen Aktes, der sie zum Ausdruck bringt, geehrt wird” (FC 35).

Danach fügt der Heilige Vater hinzu:

„Das bedeutet eine umfassendere, mehr entschlossene und sysematische Mühe, die dahin ausgerichtetet wäre, dass die natürlichen Methoden der Fruchtbarkeitsregelung bekannt, geschätzt und angewandt werden” (FC 35; 1981).

Ganz eindeutig spricht Johannes Paul II. von natürlichen Methoden (im Plural) in seiner weiteren Enzyklika – „Evangelium vitae” (1995):

„Dem entstehenden Leben dienen Zentren zur Verbreitung der natürlichen Methoden der Fruchtbarkeitsregelung. Es gilt sie zu fördern, da sie wirksam dazu beitragen, die Grundsätze für die verantwortliche Vaterschaft und Mutterschaft anzuwenden, dank denen jede Person – vom Kind angefangen, aufgrund ihres von selbst bestehenden Wertes anerkannt und geachtet wird, dagegen das Kriterium aller Entscheidungen die selbstlose Gabe seiner Selbst darstellt...” (EV 88).

„Das Werk der Erziehung zum Leben schließt die Formung der Eheleute zur verantwortlichen Elternschaft ein. Sie erfordert, gemäß ihrer wahren Bedeutung, dass sich die Ehegatten dem Ruf des Herrn fügen und als treue Sprecher seines Vorhabens handeln ...
– Das Moralgesetz verpflichtet sie in jedem Fall, die Neigungen des Instinkts und der Leidenschaften zu beherrschen und die ihrer Person eingeschriebenen biologischen Gesetze zu beachten. Gerade solche Hochschätzung berechtigt, im Geist des Dienstes der verantwortlichen Elternschaft, die natürlichen Methoden der Regelung der Fruchtbarkeit anzuwenden. Sie werden vom wissenschaftlichen Standpunkt her immer mehr präzise und bieten konkrete Möglichkeiten für Entscheidungen an, die mit den sittlichen Werten in Einklang stehen. Eine gewissenhafte Bewertung der auf diesem Gebiet erzielten Ergebnisse soll noch weiter allzu sehr verbreitete Vorurteile fallen lassen und die Gatten, sowie das Personal der Gesundheits- und Sozialdienste von der eigenen Formung in diesem Bereich überzeugen.
– Die Kirche ist denjenigen dankbar, die sich unter persönlichen Entsagungen und Opfern, die oft verkannt werden, für die Erforschung und Verbreitung solcher Methoden einsetzen und daselbst eine Erziehung zu Werten fördern, die ihren Grundboden bilden” (EV 97).

Im Laufe etlicher Jahrzehnte des abgelaufenen Jahrhunderts ab ungefähr 1930 wurden ein paar Muster der „natürlichen” Methoden der Familienplanung erarbeitet. Bevor wir aber ihnen ein wenig Aufmerksamkeit gönnen, ziemt es sich genauer zu erwägen, was das eigentlich bedeutet: eine sog. „natürliche” Methode – im Anschluss an die Empfängnisregelung in der Ehe – im Verständnis dieser Bezeichung, wie sie von der (katholischen) Kirche gebraucht wird.


SINN einer „METHODE”

Fragment aus 2 multimedialen Platten: DIE SCHWELLE DER HOFFNUNG ÜBERSCHREITEN; Symbol: T5A1S11 (7 kB)
Erklärung

Die tatsächliche Anwendung des biologischen Rhythmus setzt ein wenig präzises Wissen voraus.
– Das betrifft vor allem den Fall, wenn Eheleute vorhaben, ihn für die Weiterverlegung der Empfängnis zu gebrauchen. Die Medizinwissenschaft sucht Gottes Erschaffungswerk in diesem Bereich immer genauer abzugucken. So gelingt es, den Eheleuten immer mehr präzise Informationen betreffs der Möglichkeit bzw. Unmöglichkeit der Lebensweitergabe an einzelnen Zyklentagen zu bieten. Dieses Wissen wird zum Nutzen der Gatten in ein paar unterschiedliche so genannte „natürliche Methoden” der Empfängnisregelung (= Familienplanung) umgeschmiedet. Diese unterscheiden sich untereinander mit dem Grad der Genauigkeit der gelieferten Information.

Das Ziel, wie es von der einzelnen natürlichen Methode vorausgesetzt wird, strebt danach, aufgrund immer genauer abgelesenen Zeichen vom Leib der Frau zu bestimmen, oder besser: zu erkennen-identifizieren, wann die Empfängnis biologisch möglich wird, und wann sie unmöglich erfolgen kann. Um in diesem Bereich zur Gewissheit zu kommen, muss dieser Tag möglich genau festgelegt werden, an dem der Eisprung (die Ovulation) erfolgt – bei Berücksichtigung der Lebendigkeit sowohl der Eizelle, wie der männlichen Zeugungszellen.

Im abgelaufenen Jahrhundert wurden zum Gebrauch der Ehe ein paar Modelle der natürlichen Methoden der Empfängnisregelung erarbeitet.

(0,36 kB) Die ersten Versuche, eine natürliche Methode zu erarbeiten, bestanden auf statistischen Errechnungen aufgrund des Datenstudiums der einsetzenden Perioden im Zeitraum mehrerer abgelaufener Zyklen. So ist am Umbruch der Jahre 1929-1930 die sog. Kalender-Methode (bzw. Rhythmus-Methode, Ehe-Kalender) entstanden. Sie hängt mit Namen von zwei Forschern zusammen, die in selber Zeit unabhängig voneinander zu ähnlichen Schlüssen gekommen sind: Dr. Hermann Knaus (Österreich) und Dr. Kyusaku Ogino (Japonia).
Die Kalender-Methode ist „natürliche” Methode, allerdings sie ist nicht biologisch, und medizinisch gesehen nicht spezifisch.

(0,36 kB) In Jahren 1960-1980 entstand und entfaltete sich bald zu ein paar Modifikationen – die Temperatur-Methode. Am besten hat sie sich in Form der Sympto-Temperatur-Methode entwickelt. Diese hat sich aber in weiterer Entfaltung in einigen Ländern immer mehr in Multi-Symptome-(Indikatoren)-Methoden umgestaltet.
– Jede der Temperatur-Methoden ist natürlich und in bedeutend höherem Grad biologisch, als die Kalender-Methode. Dennoch keine Modifikation der ‘Temperaturmethoden’ kann als spezifische Methode im medizinischen Sinn bezeichnet werden. Keine von ihnen ist nämlich imstande ein Symptom anzubieten, das wesensentscheidend auf die Empfängnismöglichkeit, bzw. -Unmöglichkeit am betreffenden Zyklustag hinweisen könnte.
– Alle Abänderungen der ‘Temperaturmethode’ und ‘Multi-Indikatoren-Methoden’ sind letztlich nur NACH-ovulatorische Methoden. Vor allem aber keine unter ihnen ist imstande eine verbindliche Information mit Bezug auf die Unmöglichkeit, bzw. schon bestehende Möglichkeit der Empfängnis im VOR-ovulatorischen Zyklusteil anzubieten.

(0,38 kB) Zuletzt ist die Billings-Ovulations-Methode (= BOM; oder: OMB) entstanden. Ihre erste Büchlein-Bearbeitung ist 1964 erschienen (Melbourne, Australien). Diese Methode ist sowohl natürlich, wie auch strikt genommen biologisch, und zuletzt zum ersten Mal in der Medizingeschichte spezifisch. Sie erlaubt die von Tag zu Tag anhaltende, bzw. nicht anhaltende Empfängnismöglichkeit nicht so sehr zu bestimmen, als eher diese Möglichkeit ungemein einfach, unter Hausbedingungen, zu identifizieren.



Jede der natürlichen Methoden der Empfängnisregelung legt ein paar Regeln zu ihrer Anwendung fest. Diese ‘Regeln’ sind als biologische Information gedacht, die unabhängig davon funktioniert, ob eine Empfängnis zurzeit beabsichtigt wird, oder nicht.
– Allerdings keine der natürlichen Methoden nimmt jemandem die innere Freiheit der Handlungsweise weg. Jede bietet nur eine weniger oder mehr präzise dokumentierte Information an bezüglich der biologischen Möglichkeit bzw. Unmöglichkeit, am betreffenden Tag im Zyklusablauf empfangen zu können.
– Deswegen äußert sich Prof. Billings im Anschluss an irgendwelche „Regeln” (in diesem Fall: der Ovulations-Methode) nicht so sehr von „Regeln”, sondern eher von „Empfehlungen–Weisungen” (= Regeln). Das dürfte sich tief ins Herz und das Bewusstsein der Interessierten einprägen.

Die so gewonnene Information hinsichtlich der biologischen Chance einer Empfängnis ist offenbar ihrem Wesen nach völlig a-religiös. Sie bleibt schlechthin Information, die aufgrund der spontanen Beobachtung und außerdem aufgrund wissenschaftlicher biologischer Untersuchungen gewonnen wird. Als solche ist jede „natürliche Methode” in sittlicher und religiöser Sicht völlig indifferent. Daselbst schließt sie sich schlechthin für jedes Ehepaar auf – ungeachtet von der Weltanschauung und religiösen Überzeugungen der Beteiligten.

Die sog. „Regeln-Empfehlungen”, die von den einzelnen „natürlichen” Methoden vorgeschlagen werden, stellen nur begründete Vorschläge dar, bzw. tatsächlich nur Anweisungen-Empfehlungen zum Gebrauch der Eheleute. Dank ihnen bekommen die Betreffenden einen biologisch begründeten Bescheid für den Fall der beabsichtigten, bzw. nicht beabsichtigten Empfängnis. Sie erfahren nämlich, wie heutzutage die Empfängnischancen bleiben. Und demzufolge, ob es die eheliche Vereinigung zu unternehmen gilt, oder es ist besser sie am heutigen Tag zu unterlassen und auf einen anderen Tag zu verschieben.
– Erst ab diesem Zeitpunkt an taucht vor denjenigen, die eine „natürliche” Methode anwenden möchten, die Frage ethischer Natur auf: der vielschichtigen, unvermeidlichen rechenschaftlichen Verantwortung. Und zwar die Anwendung der an sich a-religiösen biologischen Information muss begründet sein, dass sie der Würde der Liebe und der Berufung jeder Ehe zur Elternschaft entspricht.


Ethisch zählende Gründe zur Verlegung der Empfängnis

Hier die für das Gewissen maßgebende Beweggründe, die zwischen den aufeinander folgenden Empfängnissen einen zeitweiligen Abstand zu setzen, oder manchmal die Lebensweitergabe selbst schon für die Dauer aufzuheben heißen. Wir führen hier Worte Paul VI. aus der Enzyklika Humanae Vitae an:

„...Im Hinblick schließlich auf die gesundheitliche, wirtschaftliche, geistige und soziale Situation bedeutet verantwortungsbewusste Elternschaft, dass man entweder, nach klug abwägender Überlegung, sich hochherzig zu einem größeren Kinderreichtum entschließt, oder bei ernsten Gründen und unter Beobachtung des Sittengesetzes zur Entscheidung kommt, zeitweise oder dauernd auf weitere Kinder zu verzichten ...” (HV 10).



Der Heilige Vater nennt also die folgenden Gründe, die die Verlegung der Empfängnis in Gottes Augen motivieren:

(0,2 kB)  Die vom Heiligen Vater erwähnten gesundheitlichen Gründe beziehen sich in erster Reihe auf die Gesundheit der Mutter, aber ebenfalls des Vaters und der möglichen Nachkommenschaft.

(0,2 kB)  Wirtschaftliche Verhältnisse gelten für Schwierigkeiten bei der Unterhaltung der Familie, bei enger Wohnung, spärlichem Einkommen.

(0,2 kB)  Die geistig-psychologische Bedingungen gelten für eine Elternschaft z.B. im vorangeschrittenen Alter der Frau-Mutter und andere Gründe geistiger Natur.

(0,2 kB)  Bei sozialen Bedingungen geht es um reges Engagement in soziale Tätigkeit, die es weiterzuführen schwer wäre, falls zusätzliche Nachkommenschaft erscheinen würde.

Paul VI. spricht in der angeführten Enzyklika Humanae Vitae von „klug abwägender Überlegung, die sich hochherzig zu einem größeren Kinderreichtum entschließt ...” (HV 10). Sein Nachfolger Johannes Paul II., äußert sich in ähnlichem Zusammenhang von „Forderungen der Klugheit” (EL 307). Die Anwendung irgendeiner der natürlichen Methode ist immer zuallererst ethische Frage. Erst sekundär wird sie Frage nach einer ethisch akzeptablen „Technik”. Daher wird in der Lehre der Kirche von „ethisch korrekten Methoden der Empfängnisregelung” gesprochen (vgl. EL 315-323).


Verantwortliche Elternschaft ...

In diesem Sinn spricht Humanae Vitae und weitere Verlautbarungen des Lehramtes der Kirche von „verantwortlicher Elternschaft”. Diese Verantwortung knüpft an die Freiheit des Menschen an, der zum Herrschen über sein Selbst berufen ist. Die Eheleute erlangen den unumgänglichen Grad ihrer elterlichen Verantwortung um den Preis einer „erforderlichen Beherrschung [der eingeborenen Triebe und Gefühle] durch Vernunft und Willen” (HV 10; vgl. ML 304-310). Verantwortliche Elternschaft kann unmöglich als maximale Einschränkung der Kinderzahl gedeutet werden:

„Demzufolge beinhaltet der Begriff einer verantwortlichen Elternschaft nicht nur die Bereitschaft zur Einschränkung der Nachkommenschaft, sondern auch zu ihrer Vermehrung, gemäß den Forderungen der Klugheit” (EL 306).

Die Ehe wurde von Gott außer Zweifel dazu erschaffen, dass in ihr Kinder erscheinen. Sollten die Partner ihre Ehe schließen und von vornherein voraussetzen, die Zeugung irgendwelcher Nachkommenschaft auszuschließen, das heißt sie würden sich allein auf die Nutznießung ihrer sexuellen Möglichkeiten einstellten, ohne sich mit Kindern, als ‘unerwünschter Bürde’ zu belasten, wäre ihre Ehe in Gottes Augen ungültig und ihr Verkehr würde zu dauernder Unzucht.
Anderseits kommt bei manchen Eheleuten eine utilitaristische Haltung zutage, die sie ihre Familienplanung maximal einzuschränken heißt:

„Sicher bedeutet das Kind für die Eltern eine neue Mühe, eine neue Menge von Bedürfnissen und Kosten. So erscheint die Versuchung, dass es ein Kind nicht gibt. Diese Versuchung macht sich in manchen gesellschaftlichen und kulturellen Kreisen sehr stark bemerkbar. Sollte es [= das Kind] also keine Gabe bedeuten? Kommt es nur, um zu nehmen, und nicht um zu geben? ...” (BF 11).

In vielen anderen Fällen wird die Ehe zwar gültig geschlossen, allerdings die Gatten finden dereinst in Augen Gottes, des Richters der Lebenden und Verstorbenen, keine Rechtfertigung, indem sie vor der – bei der Eheschließung freiwillig unternommenen „Pflicht”: Nachkommenschaft zu zeugen und sie zu erziehen, auf systematische Art und Weise auszuweichen suchten. Die Ehe ist keine Berufung zur Befriedigung allein der persönlichen Zufriedenheit dank des Zusammenlebens zu zweit und der Annehmlichkeit infolge der erfahrenen gegenseitigen ehelichen Nähe. Sie wurde deutlich um der Elternschaft willen gegründet. So ist das Vorhaben Gottes, das mit der Einrichtung der Ehe einhergeht:

„Daraus folgt, dass sie (die Eheleute) bei der Erfüllung der Pflicht der Weitergabe von Leben keineswegs willkürlich vorgehen können, gleichsam als hinge die Bestimmung der sittlich gangbaren Wege von ihrem eigenen und unabhängigen Ermessen ab. Sie sind vielmehr verpflichtet, ihr Verhalten an den göttlichen Schöpfungsplan auszurichten, der einerseits in der Natur der Ehe selbst und ihrer Akte zum Ausdruck kommt, und den anderseits die beständige Lehre der Kirche kundtut” (HV 10).

Die Ehe mit einer möglich geringsten Anzahl der Kinder ist oft Frage einer eigenartigen „Mode” in betreffenden Kreisen. Nur allzu oft führt das zu systematischer „Einschrumpfung” der zeitgemäßen Familien:

„...Die Zeit, in der wir leben, macht die Tendenz zu einer Beschränkung des Familienkerns auf den Umfang von zwei Generationen offenkundig. Dies hat seinen Grund oft in dem nur abgeschränkt vorhandenen Wohnraum, insbesondere in großen Städten. Nicht selten hängt es aber ursächlich mit der Überzeugung zusammen, mehrere Generationen unter demselben Dach störten die Vertraulichkeit und würden zu Lebenschwierigkeiten beitragen. Ist aber nicht gerade das der schwächste Punkt? In Familien unserer Zeit gibt es wenig menschliches Leben. Es fehlen Personen, mit denen man das Wohl gemeinsam schaffen kann – es gibt Personen nicht, um dieses Wohl unter ihnen zu teilen ...” (BF 10).

In anderen Fällen sind die Familien eingeschrumpft infolge einer nicht gott-gesegneten gesellschaftlichen Bedrängnis, die größere Familien brandmarkt. Es kommt nicht selten vor, dass Eheleute nur deswegen die Entscheidung auf Vergrößerung der Familie nicht unternehmen, weil die Mutterschaft an sich keine gesellschaftliche, noch soziale Unterstützung erwarten kann, bzw. die weitere Elternschaft wird deutlich als sozial schädlich und unverantwortlich gebrandmarkt. Solchen Familien gibt Johannes Paul II. Mut zu:

„Zu diesem Heroismus im Alltag gehört das stille, aber ungemein fruchtbarere und beredte Zeugnis ‘aller dieser heroischer Mütter, die sich vorbehaltlos ihren Familien widmen, die unter Schmerzen ihre Kinder zur Welt bringen und dann bereit sind, jede Mühe und jedes Opfer auf sich zu nehmen, um ihnen das Beste weiterzugeben, was sie in sich tragen’.
Wenn sie ihre Sendung im Leben erfüllen, ‘finden diese heroischen Mütter dabei in ihrer Umgebung nicht immer eine Stütze. Ganz im Gegenteil, die Modelle der Zivilisation, wie sie häufig von Massenmedien geschafft und aufgezwungen werden, begünstigen die Mutterschaft nicht. Im Namen des Fortschritts und der Moderne werden solche Werte wie Treue, Keuschheit, Aufopferung, mit denen sich ganze Scharen von christlichen Müttern und Brautleuten ausgezeichnet haben und es weiter tun, als überholt hingestellt ...” (EV 86).

Es ist klar, die Regierungen sollen das prioritäre Recht der Familien und Eheleute zu einer entsprechenden pro-familiären Politik anerkennen. Familien erwarten von ihren Regierungen und Parlamenten mit Recht eine geeignete Gesetzgebung betreffs der Steuern, Versicherungen, Gesundheitschutz, Förderung des Wohnungsbaues, Förderung der Arbeitsplätze und Berücksichtigung der Zufahrten zur Arbeit, usw. (vgl. dazu u.a. EV 90):

„...Die Regierungen und die verschiedenen internationalen Einrichtungen sollen vor allem die Schaffung wirtschaftlicher, sozialer, medizinisch-sanitärer und kultureller Verhältnisse anstreben, die es den Eheleuten erlauben, ihre die Fortpflanzung betreffenden Entscheidungen in voller Freiheit und mit wirklicher Verantwortung zu treffen ...
Es muss nach Lösungen auf Weltebene gesucht werden durch Einrichtung einer glaubwürdigen Wirtschaftsgemeinschaft und Güterverteilung sowohl auf internationaler, wie auf nationaler Ebene. Das ist der einzige Weg, der nicht nur die Würde der Personen und Familien, sondern auch das authentische Kulturerbe der Völker achtet” (EV 91).

Die Kirche leugnet keinesfalls, dass die „staatlichen Behörden die Richtung des Bevölkerungswachstums beeinflussen können und es dazu verpflichtet sind” (EV 91). Allerdings jede menschliche Autorität muss das erste und unabdingbare Recht und die Verantwortung selbst der Eheleute und Familien anerkennen, die darüber entscheiden, wie groß ihre Familie sein soll. Deswegen hebt der Heilige Vater hervor: „Daher gilt solche Politik der Geburtenregelung als sittlich unannehmbar, die zur Anwendung von Mitteln der Empfängnisverhütung, oder auch zur Sterilisation und Abtreibung ermutigt oder sie sogar aufnötigt” (EV 91).

Unannehmbar ist die Haltung mancher Regierungen, oder eher so mancher internationalen Organisationen der Wirtschaftlichen Hilfe, die diese Hilfe von aufgezwungener Verringerung des natürlichen Zuwachses bedingen:

„Wenn wir aber den Blick auf eine weitere Weltsituation ausweiten, bemerken wir da mühelos nicht, dass die Beteuerungen betreffs der Rechte der Personen und der Völker, die auf dem Forum internationaler Zusammenkünfte beteuert werden, nur fruchtlose Rhetorik darstellen, wenn mit ihnen nicht ein bemäntelter Egoismus der reichen Länder einhergeht, die den armen Ländern den Zugang zur Entwicklung verschließen oder ihn an die Bedingung absurder Fortpflanzungs-Verbote knüpfen und damit die Entwicklung – dem Menschen selbst widersetzen? Muss man vielleicht nicht die Wirtschaftssysteme selbst in Frage stellen, die von manchen Staaten häufig unter Druckmaßnahmen und Konditionierungen auf internationaler Ebene angewandt werden, und die nur die Unrechts- und Gewaltssituationen verursachen und sie fördern, indem sie die menschliche Würde ganzer Gesellschaften beleidigen und sie mit Füßen zertreten?” (EV 18).

Die Frage, wie groß die Anzahl der Nachkommenschaft bestimmt werden soll, ist letztlich Frage immer des individuellen Ehepaars. Offenbar in ständigem, zuversichtsvollem Hinhören auf Gottes Willen in diesem Bereich. Daran wird es vom II. Vatikanischen Konzil (1965) erinnert: „Dieses Urteil müssen im Angesicht Gottes die Eheleute letztlich selbst fällen” (GS 50).

Kommen aber die Gatten zum Schluss, dass sie zurzeit – und in manchen Fällen schon für die Dauer, über ihre Fähigkeit, das Lebens weiter geben zu können, nicht verschwenderisch verfügen sollen, und anerkennen sie, dass Gott ihre Beweggründe annimmt, können sie, bzw. sie sollen dann das Wissen um den Geschlechtszyklus mit Dank benützen. Das lässt sie ihren Verkehr allein auf Tage der biologischen Unfruchtbarkeit zu verlegen, wogegen sie sich an Fruchtbarkeitstagen entscheiden, keine Genitalkontakte – und offenbar keine Ersatzformen zu unternehmen.


Natur des Ehebundes

Die gerade beschriebene Haltung entscheidet über die Beschaffenheit der Methode der Empfängnisregelung als „natürliche” Methode. Das Eigenschaftswort „natürliche” [‘natürliche’ Methode] gilt nicht in erster Linie für biologisch-naturgemäße Regelmäßigkeiten. In vergangener Zeit entstanden viele Auseinandersetzungen über die Frage, was in diesem Zusammenhang „Natur” (Natur-Wissenschaft) bedeuten sollte, und was demzufolge das „Natur”-Gesetz im Anschluss an den Menschen, in diesem Fall: an Eheleute, heißt. Indessen in der Sprache der Dokumente des Lehramtes der Katholischen Kirche gibt es hierin keine Zweideutigkeit. Das Eigenschaftswort: „natürliche” (Methode) bringt eine wesentlich tiefere Wirklichkeit zum Ausdruck, als es allein die biologischen Regelmäßigkeiten besagen könnten, die die Kirche freilich weder leugnet, noch sie ausschließt.

Die „Natur” von Mann und Frau ist in diesem Zusammenhang ihre personale Würde als Ehegatten. Beide sind nicht nur zum Aufbau der Personen-Kommunion und zum Offenbleiben für die Elternschaft berufen, sondern um so mehr zum ewigen Leben. Darin besteht die „Natur” von Mann und Frau als Ehepaares.

Daselbst gilt die Bezeichnung „natürliche Methode” für eine völlig andere Wirklichkeit, als nur Regelmäßigkeiten im Bereich der Reproduktionsbiologie. Natur des Menschen als Person, und um so mehr zweier Personen, die sich mit freiwillig geschlossenem Bund für Leben und Liebe gebunden haben, ist: ganzheitliche, uneigennützige Gabe für diesen anderen zu sein.
Dass aber eine Person „Gabe” werden kann, muss sie zuerst „frei” sein. Nur derjenige, der tatsächlich „über sein Selbst herrscht”, ist auch fähig, sich jemandem als Person-Gabe dahinzuschenken. So wird die erörterte Bezeichnung von Äußerungen des Magisteriums der Kirche aufgefasst. Zum Beispiel:

„Wenn jemand daher einerseits die Gabe Gottes (= eheliche Vereinigung) genießt und anderseits – wenn auch nur teilweise – den Sinngehalt und die Zielhaftigkeit dieser Gabe ausschließt (= Sinngehalt: Vereinigung – und zugleich Offenbleiben für potentielle Elternschaft), handelt er somit im Widerspruch zur NATUR sowohl des Mannes, wie der Frau und auch ihrem innigen Einswerden. Gerade deswegen widerspricht er auch dem Vorhaben Gottes und Seinem heiligen Willen” (HV 13).

Einen selben Inhalt bringen Worte des II. Vatikanischen Konzils (1965) zum Ausdruck:

„Wo es sich um den Ausgleich zwischen ehelicher Liebe und verantwortlicher Weitergabe des Lebens handelt, hängt die moralische Qualität der Handlungsweise nicht allein von der guten Absicht und Bewertung der Motive ab, sondern sie muss auch im Licht der objektiven Kriterien bestimmt werden, mit denen die Natur der menschlichen Person und ihrer Taten berücksichtigt wird. Im Zusammenhang der wahren Liebe schützen sie den vollen Sinn der Hingabe sich einander und die menschliche Weitergabe des Lebens. Das aber ist unmöglich, ohne dass die Tugend der ehelichen Keuschheit mit aufrichtigem Herzen geübt wird” [lat.: „... sed obiectivis criteriis, ex personae eiusdemque actuum natura desumptis, determinari debet] (GS 51; vgl. FC 32).

Man bemerkt, worauf das Lehramt der Kirche den Nachdruck legt. ‘Natur’ des Menschen als körperlich-geistigen Wesens ist es: Person-zu-sein. Und als Person in der Tat zu „lieben”, d.h. „Gabe-der-Person – für die Person” (BF 11) zu werden – offenbar um des wahrhaften und tatsächlichen Guten des Geliebten willen. Vorbedingung dafür ist: „seiner-Selbst-zu-herrschen”, d.h. frei sein angesichts der sich weckenden Begehrlichkeit-des-Fleisches.
– Viele Autoren, die die Auffassung der „Natur” des Menschen als Teiles der Gesamt-Natur aufdrängen, verfehlen völlig den eindeutigen Gebrauch der erörterten Bezeichnung in Dokumenten des Lehramtes der Kirche. „Natur” des Menschen-als-Person, d.h. nicht allein eines „Teilchen der Materie (= Natur)” ist folgendes: berufen werden zum ewigen Leben. In Evangelium Vitae sagt Johannes Paul II. folgender – im Anschluss an moderne Trende der „Todes-Kultur”, die den Menschen auf das Niveau allein der „Materie” herabführen möchten:

„Es wundert übrigens die Tatsache nicht, dass wenn der Bezug auf Gott einmal ausgeschlossen wird, der Sinn aller Dinge einer tiefen Entstellung erliegt und die Natur selbst, indem sie ‘mater’ (latein: Mutter), also Mutter zu sein aufhört, auf ‘Material’ herabgeführt wird, das frei manipuliert werden kann” (EV 22).


Die Biologie der Lebensweitergabe zu bezwingen?

Die erwähnten Autoren berufen sich gern auf das Argument, dass Aufgabe des Menschen als Königs und Herrn der „Natur” darin besteht, die Gesetze der Natur sich untertan und füglich zu machen. Sie berufen sich dann gern auf Gottes Anordnung: „Unterwerft euch die Erde...” (Gen 1,28). Mit viel Lärmargumentation suchen sie zu beweisen, dem Menschen stehe das Anrecht zu, ebenfalls die Regelmäßigkeiten, die die Zyklizität der Fruchtbarkeit regieren, sich eigen zu machen und sie zu „beherrschen”. Der Mensch solle irgendeine Art und Weise erfinden, um die elterliche Potentialität des Geschlechtsaktes ein- und auszuschalten, abhängig von seinen zeitweiligen Wünschen. Es wäre höchste Zeit, dass auch in die Frage der Lebensweitergabe die Zivilisation der Technik eintritt.
– Johannes Paul II. bemerkt hier aber:

„Der Mensch vermag sich nicht mehr als ‘in geheimnisvoller Weise anderen’ als die verschiedenen irdischen Lebewesen wahrzunehmen; er anerkennt sich als eines der vielen Lebewesen, als einen Organismus, der bestenfalls eine sehr hohe Stufe der Entwicklung erreicht hat. In den engen Kreis seiner physischen Natur eingeschlossen, wird er gewissermaßen zu einer ‘Sache’ und hört auf, die ‘transzendente’ Beschaffenheit dessen zu begreifen, dass er ‘als Mensch existiert’. Daher beachtet er das Leben nicht mehr als großartiges Geschenk Gottes, das seiner Verantwortung anvertraut worden ist, dass er es mit Liebe hütet und als ‘heilige’ Wirklichkeit ‘verehrt’, sondern die er als sein ausschließliches Eigentum beansprucht, das sich restlos seinem Herrschtum und allen Manipulationen fügt ...
– Er ist nur am ‘Wirken’ interessiert und daher sucht er danach, alle Errungenschaften der Technik auszunutzen, um das Gebärenwerden und den Tod zu programmieren und kontrollieren, indem er sein Herrschen über sie ausweitet. Diese ursprünglichen Erfahrungen, die ‘erlebt’ werden sollen, werden dann zu Dingen. Der Mensch maßt sich das Recht an, sie zu ‘besitzen’ oder ‘abzulehnen’ ...” (EV 22).

Man bemerkt auch tatsächlich, dass die Zeit von heute vor unglaublichen Unkosten nicht scheut, um eine immer mehr raffinierte Technologie der Kontrazeptionsmittel, oder eher Mittel gegen die sich entwickelnde Schwangerschaft zu erfinden.

Allerdings Gott, der den Menschen beauftragt hat, dass er sich die Erde „unterwerfe”, erlaubt ihm in keinem Fall, dass er Tyrann werde. Dem Menschen ist es nicht erlaubt, die Erde bis zur Ausschöpfung einschließlich auszubeuten. Alle gegensätzlichen Betätigungen schaffen eine immer ernstere Bedrohung für die natürliche Umwelt und ihre weitere Entwicklung, für das Leben und das Überleben überhaupt selbst des Menschen. Der Heilige Vater spricht in diesem Zusammenhang von „Todessaat, die durch unbedachte Verletzung des ökologischen Gleichgewichts zustande kommt, durch kriminelle Verbreitung von Drogen und Werbung nach Verhaltungen im Bereich des Sexuallebens, die nicht nur in moralischer Hinsicht unannehmbar sind, sondern eine schwerwiegende Gefahr für das Leben hervorbringen” (EV 10).

An Fragen des Umweltschutzes hat übrigens Johannes Paul II. schon seit Anfang an seines Pontifikates angeknüpft :

„... Der Mensch scheint oft keine andere Bedeutung seiner natürlichen Umwelt wahrzunehmen, als allein jene, die den Zwecken des sofortigen Gebrauchs und Verbrauchs dient. Indessen der Schöpfer wollte, dass der Mensch seinen Umgang mit der Natur als bedachtsamer und edler ‘Herr’ und ‘Hüter’ pflegte, nicht aber als rücksichtsloser ‘Ausbeuter’. Der Fortschritt der Technik und der heutigen Zivilisation ... erfordern eine proportionelle Entwicklung der Sittlichkeit und Ethik ... ” (RH 15; vgl. Botschaft zum Weltfriedenstag, 1.I.1990).


Unüberschreitbare Grenzen angesichts der Person

Der Mensch ist Eigentümer weder seiner Selbst, noch seines Lebens. Er bleibt immer wieder angesichts unüberschreitbarer Grenzen der Macht über sich selbst stehen, wenn er sich zu sich selbst mit Ehre verhalten soll, wie sie der menschlichen Person gebührt, die zur Transzendenz gerufen wird. Auf unüberschreitbare Grenzen der Macht des Menschen u.a. mit Bezug auf die Zeugungsfähigkeit hat schon Paul VI. hingewiesen:

„Will man nicht die Aufgabe der Weitergabe des Lebens menschlicher Willkür überlassen, dann muss man für die Verfügungsmacht des Menschen über den eigenen Körper und seine natürlichen Funktionen unüberschreitbare Grenzen anerkennen, die von niemand, sei es Privatperson oder öffentliche Autorität, überschritten werden dürfen. Diese Grenzen sind geradeaus um der Ehrfurcht willen gesetzt worden, die dem menschlichen Leibe und seinen natürlichen Funktionen ... geschuldet wird ...” (HV 17).

Im selben Geist spricht Paul VI. im Anschluss an die Verpflichtung der Eheleute, dass sie sich bei ihrem ehelichen Verkehr „... dem Plan zu Dienste stellen, der vom Schöpfer bestimmt worden ist”:

„Wie nämlich dem Menschen ganz allgemein keine unbeschränkte Verfügungsmacht über seinen Körper zusteht, so hat er sie auch nicht, und das aus ganz besonderem Grund, über die Zeugungskraft, bezieht sie sich doch ihrer Natur nach auf Weitergabe menschlichen Lebens, dessen Ursprung Gott selbst ist” (HV 13).


Person-Gabe zu sein

Im Gegensatz zum Auftrag, um auf „menschliche” Art, voller Ehrfurcht und Weisheit, die Natur zu beherrschen, ist der Mensch unzuständig, die biologischen Regelmäßigkeiten zu ändern, insbesondere diese personhaften – in Bezug auf sich selber. Es hilft da nichts, unter dem Druck der Begehrlichkeit und dem Zwang des Fleisches drängend beanspruchen zu suchen, dass der Mensch seine „Herrschaft”, die er über die Erde ausübt, jetzt auch über den Bereich seiner Zeugungsfähigkeit auszudehnen kann und soll. Wir hören Johannes Paul II.:

„Der Mensch von heute neigt dazu, die dem ersten Bereich eigenen Methoden (= Beherrschung der Naturkräfte) auf den zweiten zu übertragen (= auf Lebensweitergabe in ehelicher Gemeinschaft) ...” (EL 311).

Er führt aber sogleich Worte Paul VI. an:

„Schließlich ist vor allem der staunenswerte Fortschritt des Menschen in der Beherrschung der Naturkräfte und deren rationaler Auswertung in Betracht zu ziehen. Diese Herrschaft sucht nun der Mensch auf sein ganzes Leben auszudehnen: auf seinen Körper, seine seelischen Kräfte, auf das soziale Leben und selbst auf die Gesetze, die die Weitergabe des Lebens regeln [HV 2](EL 311).

Dazu ist der Mensch aber nicht befugt. „Natur” des Menschen ist es: Person-zu-sein und es auch bleiben. Als solcher ist der Mensch berufen, sich selber dauernd zu überschreiten: in Wahrheit und bewusstem Streben nach dem irdischen und ewigen Guten. Erst das entspricht seiner Würde, die ihm vom Erlöser des Menschen wieder gewonnen worden ist. Daher spricht Johannes Paul II. in weiterer Folge:

„Diese Ausdehnung des Bereiches der Methoden zur ‘Beherrschung der Welt’ bedroht die menschliche Person, der die Methode der ‘Selbstbeherrschung’ eigen ist und es bleibt, denn gerade sie entspricht der grundlegenden Konstitution der Person. Geradeaus sie stellt die ‘natürliche’ Methode dar. Hingegen die Ausweitung ‘künstlicher Methoden’ greift in das konstitutive Ausmaß der Person ein, sie entzieht dem Menschen die ihm eigene Subjektivität des Tuns, und macht ihn zum Gegenstand der Manipulation(EL 311).

Das grundlegende Kennzeichen und Aufgabe der „Natur” des Menschen als Person besteht darin: das Liebe-Sein – als seine grundlegende Pflicht, tatsächlich zu sein und sich darin immer wieder zu überprüfen. Dieses aber beruht seinem tiefsten Wesen nach auf Gabe-Werden ‘für’ jemanden einzelnen, oder selbst für viele: „Die Hingabe enthüllt nämlich gleichsam die besondere Gesetzmäßigkeit des personalen Existierens – und noch mehr: des personalen Daseins selbst” (ML 120). Im seinem Brief an die Familien erinnert Johannes Paul II.:

„In ihm [1 Kor 13: Das Hohelied der Liebe] geht es... vor allem um die Annahme der Definition des Menschen als Person, die sich durch selbstlose Hingabe ‘verwirklicht’. Die ‘Hingabe’ gilt natürlich als ‘Hingabe’ für den anderen, 'für andere'. Dies ist das wichtigste Ausmaß der Zivilisation der Liebe ...
Die Freiheit bedeutet nicht nur Hingabe seiner Selbst, sondern sie bedeutet auch die innere Disziplin der Hingabe ...” (BF 14).

Nicht umsonst wiederholt Johannes Paul II. unermüdlich die Worte des II. Vatikanischen Konzils:

„... Diese Ähnlichkeit macht offenbar, dass der Mensch, der auf Erden das einzige Geschöpf ist, das Gott um seiner Selbst willen gewollt hat (= um des Menschen willen), sich selber nicht anders voll wieder finden kann, als nur aufgrund der selbstlosen Hingabe seiner Selbst(GS 24; vgl. auch z.B.: MuD 7; J-1985, 14; BF 9.11-14; usw.).

Person-Gabe zu sein setzt also den Raum innerer Freiheit voraus, d.h. dass er seiner-Selbst-herrscht – und tatsächlich sein-Selbst-besitzt. Außerdem beansprucht sie die „innere Disziplin der Gabe”, die das „Ausmaß der Verpflichtung” (BF 14) einbezieht. Wer sein Selbst nicht „besitzt” – ist unfähig, „Gabe-für” irgendjemanden zu werden.

Daher kann im Fall des Menschen keine Methode der Empfängnisregelung „natürliche” Methode sein, solange sie nicht eine ständige Anforderung an seine innere Freiheit voraussetzt – nach dem Grundsatz des Herrschens-seiner-Selbst, und des Nicht-Unterordnet-Seins unter die blindlings sich aufdrängende Begehrlichkeit des Fleisches:

„Der Mensch ist eben dadurch Person, weil er sich selbst besitzt und seiner Selbst herrscht. Gerade inwiefern er sich selbst ‘besitzt’, insofern ist er imstande sein Selbst jemandem anderen ‘dahinzugeben’...” (EL 313).


Soll in den Vereinigungs-Akt eingegriffen werden?

Zweck und Sinn der ehelichen Geschlechtsvereinigung ist es: für diesen anderen ganzheitliche, uneigennützige Gabe zu werden. Indessen es wäre mit dem bedingungslosen Gabe-Werden der „Person für die Person” unvereinbar, in die innere Friedensordnung des ehelichen Aktes mit Hilfe irgendwelcher technischer Mittel einzugreifen, um seine elterliche Potentialität abzuschaffen. Der Einsatz irgendwelcher Technik in den Vereinigungsakt wäre gleichbedeutend mit dem Strich über die Liebe als beiderseitiger, ganzheitlicher, personaler Gabe. Zweck der eingespannten „Technik” wäre in diesem Fall: den Partnern die Erfahrung des Höchsterlebnisses zu sichern – um den Preis der zu gleicher Zeit aufgenötigter Verlogenheit der „Sprache des Leibes” in der erfolgenden ihrer Aufschließung auf Leben hin, aber daselbst auch auf Liebe.

Die „natürlichen” Methoden der Empfängnisregelung knüpfen selbstverständlich vollauf an die Biologie des Fruchtbarkeitsrhythmus an, wie er aufgrund der Zeichen abgelesen werden kann, die in die Geschlechtlichkeit der Frau eingeprägt bleiben. Dennoch eine „natürliche” Methode ist ihrem tiefsten Wesen nach Frage in erster Reihe der sittlichen Haltung dieser beiden als Gatten: der Entscheidung auf zeitweilige Aufhebung ihrer Annäherungen – um der Liebe willen, die als Person-Gabe erlebt werden will. Diese kann aber unmöglich mit gleichzeitig freiwillig unterhaltener Unterordnung unter die Knechtschaft des Sexus als Sexus vereinbart werden. Das Leben nach einer „natürlichen” Methode benötigt ständige Gestaltung der gegenseitigen Beziehungen „nach dem Heiligen Geist” (Gal 5,16.25). Es ist schwer auf geschlechtliche Annehmlichkeiten zu verzichten gemäß der Anforderung, dass der Verkehr nur zeitweilig unternommen werden wird, wenn eine tiefere Motivation ausbleibt. Das aber setzt die Entwicklung des geistigen Lebens voraus.

Die „natürlichen” Methoden knüpfen an biologische „natürliche” Regelmäßigkeiten in dem Sinne an, dass sie mit keinem irgendwelchen Eingriff in den biologischen Fruchtbarkeitsrhythmus selbst entstellt werden. Allerdings die Würde des Menschen sieht in den biologischen Regelmäßigkeiten nicht so sehr blindlings funktionierende „Naturgesetze”, sondern dauernd Gott, der den Menschen liebt. Der Mensch wird gerufen, Gottes Liebe auch dann zu anvertrauen, wenn diese die Befolgung schwierigerer Gebote anbietet, und doch ihre Befolgung niemals erzwingt. Geradeaus deswegen entsprechen sie völlig seiner personalen Natur, die berufen ist, sich selber immer wieder in Wahrheit und dem Guten zu überschreiten. Indem der Mensch die Gebote Gottes, die immer lautere Liebe sind, freiwillig in sein Tun umsetzt, wird der Mensch immer völliger zum „Subjekt des Bundes und Partner des Absoluten” (vgl. ML 76):

„Diese ethische Empfängnisregelung wird auch als ‘natürliche’ genannt, was als Übereinstimmung mit dem ‘Naturgesetz’ (mit dem ethischen Gesetz der Natur !) gedeutet werden kann.
Unter ‘Natur-Gesetz’ verstehen wir in diesem Fall die mit dem Verstand abgelesene ‘Ordnung der Natur’ auf dem Gebiet der Prokreation: diese Ordnung bringt den Plan des Schöpfers zum Ausdruck, der in der Natur verwirklicht wird ...
Nicht so sehr ... Treue gegenüber einem unpersonalen ‘Naturgesetz’, sondern dem personalen Schöpfer, der Urquelle und Herr ist über dieses Gesetz, bestimmt den ethischen Charakter der Haltung, die in der ‘natürlichen’ Empfängnisregelung zum Ausdruck kommt” (vgl. EL 318).

Johannes Paul II. brandmarkt zugleich vorkommende verfehlte Deutungen der besprochenen Äußerungen des Lehramtes. Daher fügt er hinzu, dass die Reduzierung der von der Kirche vertreteten Auffassung der natürlichen Methoden „auf nur biologische Regelmäßigkeiten, in Trennung von ‘Ordnung der Natur’ und dem ‘Plan des Schöpfers’ ... eine Entstellung der eigentlichen des Lehre Gedankes bildet, wie er in der Enzyklika Humanae vitae dargestellt wird” (ebd. 318; vgl. VSp 47-50).

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2. Kapitel. „NATÜRLICHE” METHODEN ... Biologische Regelmäßigkeiten, oder viel mehr?

A. BEGLAUBIGUNG

Warum hier ein Pater vortritt
Fachbewertung der Schriften des hier schreibenden Autors
Tabelle. Beglaubigungsworte vom Prof. Billings selbst und der WOOMB (1995)
Broschüre: Diese Schöne – Diese Schwierige Liebe. Die ‘Billings’-Methode...(Drucksache und Homepage)
Tabelle. Beglaubigungsworte der WOOMB (4.III.2009)
Quellendokumente und Grund-Literatur – Abkürzungen
Deutsche Übersetzungen der Heiligen Schrift
Tabelle. Quellendokumente und Abkürzungen
Wichtige Bemerkung 1: Zu deutschen Übersetzungen der Lehramtlichen Texte
Wichtige Bemerkung 2: Zu deutschen Übersetzungen der Heiligen Schrift
Links an die WOOMB

B. DIE „NATÜRLICHEN” METHODEN ...

Methode – Methoden
Sinn einer „Methode”
Fot1-22. Eltern mit ihrem Baby
Ethisch zählende Gründe zur Verlegung der Empfängnis
Tabelle. Gründe zur Verlegung der Empfängnis
Verantwortliche Elternschaft ...
Natur des Ehebundes
Die Biologie der Lebensweitergabe zu bezwingen?
Unüberschreitbare Grenzen angesichts der Person
Person-Gabe zu sein
Soll In den Vereinigungs-Akt eingegriffen werden?